Wappen Stauding Die Nachkommen des Ritters Eberhard Staudinger

Diese Familie war - soweit bekannt - von etwa 1200 bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts in Bayern bekannt und an vielen Plätzen in der Verwaltung und im Kriegsdienst tätig.

Ich habe mich mit diesem Thema beschäftigt, weil mir aus Forschungen im 19. Jahrhundert einige Unterlagen nachgelassen worden sind und damit mein Interesse an dieser Familie weckten, die den gleichen Namen trägt wie ich. Ich habe mir dazu die Unterlagen beschafft, an die ich herangekommen bin und beziehe mich wesentlich auf die Aufzeichnungen, die Johann Michael Wilhelm von Prey, Freising, Hof-Cammer Direktor und wirklicher geheimer Rat am 26. October 1740 unter dem Titel: Baierischen Adels Beschreibung auch anderer Geschlechter Fragmenta .... veröffentlicht hat. Daraus habe ich das Stauding(er) betreffende sehr interessant gefunden und legte es meinen Untersuchungen gern zugrunde.

Dieser Herr Prey hatte etwa den gleichen Rang in der freisingischen Verwaltung wie Georg Friedrich Freiherr von Stauding, der etwa 100 Jahre vor ihm gelebt hat. Ursprünglich hiessen die Mitglieder dieser Familie einfach Staudinger, der Staudinger, die Staudingerin, später dann verfeinert von Stauding, was eigentlich das gleiche bedeutet, nämlich dass diese Familie von einem Ort Stauding oder einem Hof Stauding stammt. Prey sagt dazu:

Bevor dieser löbl. adl. sich in Baiern niedergethan, und Bürggenfelt (Türkenfeld), eingethan seynd sie in oben im Thale, ansessig gewesen eines alten Stammes wie dem Eberhardi Staudingers, welcher ao. 1254 gelebt, von Eltern lang vorhero als Landsassen in Thiroll gewohnt (im Ort Stauding), sich aldorten adlich gehalten, und verheirathet.

Die erste Beschreibung des Staudingerschen Wappens lautet (auch von Prey):

Führten in blauen schilt ein weiss gebogene Stauden, die 2 Spross gehen oben creuzweis yber in andre, an jeden ein weisses laub, auf dem Helmb ein ....., daraufgehen 2 blaue Pispels hörner an jeden aussenhin 4 weisse Straussenfedern.

Zu den einzelnen Personen habe ich aus diesen Aufzeichnungen das hinzugefügt, was ich für interessant gehalten habe, nach der früheren nicht immer leicht lesbaren Schrift. Deshalb auch manche Fragezeichen und andere Lesart als unsere heutige Sprache.

Die Literatur, die ich ausserdem hierzu benutzt habe nenne ich Ihnen hier:

  1. Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte ,Band X, 1848 München, S. 245-248: Freiherr von Schönhueb: 'Die Besitzer von Türkenfeld'
  2. Siebmacher'sches Wappenbuch, Band 22, S. 91-93 'Staudinger'.
  3. Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte, Band 26, S. 26 ff: Die Reihenfolge der Gerichts- und Verwaltungsbeamten Altbayerns nach ihrem urkundlichen Vorkommen vom XIII Jahrhundert bis 1840
  4. v. Stingenheim: 'altadelige Bayerische Familien', Regensburg 1792, S. 200
  5. P. Gabriel Buccelinus, Germania Topo-Chrono-Graphica Sacra et Profana, Bd. II, S. 295, Bd. IV, S. 263
  6. Vigulaeus Hund zu Sulzemoos: Bayerisch Stammen Buch 1598, 3. Teil, Fol. 2 und Fol. 520
  7. v. Freybergs 'Sammlung historischer Schriften und Urkunden' 1830, Band III, pag. 661 f
  8. Joseph Maas, Das Bistum Freising im Mittelalter, München 1986
  9. Ludwig Heilmaier, Kaplan bei St. Paul, München: Die ehemalige Herrschaft Burgrain, München 1911
  10. Der Storchenturm, Geschichtsblätter für den Stadt- und Landkreis Dingolfing, Herausgeber: Dipl. Ing. Dr. Fritz Markmiller, Heft 6, 7, 16.

Bei meinen Untersuchungen habe ich in Isen und Freising einige Bilder von den Grabtafeln gemacht. Dann habe ich von Wien Kopien von Aufschwörungen, an denen Stauding(er) beteiligt waren, bekommen. Diese Bilder, die ich davon gemacht habe, sind nun hier zu sehen.

Das Testament des Georg Friedrich von Stauding habe ich von Wien in Kopie bekommen. Wer daran interessiert ist, kann es von mir als Datei bekommen.

Hier finden Sie ausserdem einige Bilder von Wappen im Zusammenhang mit der Familie von Stauding.

Die genealogischen Daten zu Ritter Eberhard finden Sie hier.

Wenn Sie Fragen dazu haben, oder Anregungen, natürlich auch Kritik, dann bitte mailen Sie mir das an Wolrad.Staudinger@t-online.de.

Ich wünsche dann Freude beim lesen.

Ernst Wolrad Staudinger